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Podcast Episode 8: Aus Alt mach Neu

Von Rezyklat zu neuer Verpackung: Episode 8 von leicht verpackt geht der Frage nach, wie aus alten Kunststoffverpackungen neue entstehen können und welche technologischen Entwicklungen dies ermöglichen.

Was passiert nun mit dem Rezyklat, also neuem Kunststoff, der aus altem gewonnen wurde? Malte Schön erläutert, dass die Menge an Rezyklaten, die tatsächlich wieder in neuen Verpackungen landet, noch begrenzt ist. Die Herausforderungen sind bei der Verfügbarkeit und der Qualität des Rezyklats nicht zu unterschätzen. Insbesondere durch die ineffizienten Sammel- und Sortierprozesse kommen viele wertvolle Materialien nicht in den Kreislauf, sondern gehen verloren.

Malte Schön sieht Potential darin, die Verpackungen für den Recyclingprozess optimiert zu gestalten:

„Was ich in der Zukunft auf jeden Fall sehe [...], sind besser entwickelte Verpackungen. Das heißt, die Verpackungen sind orientiert an dem Gedanken des Designs for Recycling. Die Verpackungen haben ja eine kurze Durchlaufzeit, sagen wir mal, allerhöchstens ein halbes Jahr zwischen Herstellung und Rezyklierung. Wenn es uns zum Beispiel da gelingt, bestimmte Stoffe aus den Verpackungskonzepten rauszunehmen, von denen wir wissen, dass sie uns bei der Recyclierung richtig Ärger machen, haben wir innerhalb von einem halben Jahr einen richtig großen Gewinn erzielt.“ 

Neben einer guten Recyclingquote und optimiertem Verpackungsdesign ist natürlich auch die Rezyklatqualität entscheidend. Diese kann durch Additive, also zusätzliche Moleküle, verbessert werden (mehr hierzu in Folge 7). 

 

Marek Hauptmann vom Fraunhofer IVV erklärt uns, welche Technologien für eine gleichbleibende Materialqualität gebraucht werden: Zum einen Messtechnik, die Informationen über Materialeigenschaften liefern - vielleicht in Zukunft schon mit Informationen zu Materialschwankungen. Zum anderen sieht er den Trend hin zu KI-gestützten Modellen in Maschinen, die das Materialverhalten abbilden.

Dadurch wird es möglich, mit unterschiedlichen Materialqualitäten besser umzugehen. 

In KIOptiPack arbeitet Marek Hauptmann derzeit mit an einem Datenrahmen, der Daten nur an den notwendigen Stellen nutzt. Das hat z. B. den Vorteil, dass Geschäftsgeheimnisse gewahrt werden können. 
 

Dafür braucht es Kooperationen, betont Marek Hauptmann: 

“Mein Wunsch für die Zukunft ist es auf der einen Seite, dass diese Datenwirtschaft überhaupt wirklich in Gang kommt. Das bedeutet, es müssen im Grunde genommen fast alle Teilnehmer am Markt und in der Verpackungswirtschaft mitwirken, Daten bereitstellen an Stellen, wo sie jetzt vielleicht noch nicht sofort den unmittelbaren Nutzen abgreifen können, aber vielleicht später den Datenrückfluss an anderer Stelle bekommen. Das überhaupt in Betracht ziehen, diesen Weg mitgehen mit dem, was in unseren Projekten gemacht wird, also in KIOptiPack und K3I-Cycling.”
 

Jetzt reinhören:

 

In Episode 8 hört ihr:

Im Interview: 

Moderation: Tami Kelling, Gesellschaft für Informatik e.V.

Sprecher Yogi: Daniel Schlichter

Redaktion:

- Konzept und Inhalt: Maike Klein

- Interview: Tami Kelling, Esther Blondel

- Yogi-Story: Maike Klein

Das neue Leben Yogis: Von Joghurtbecher zu Action-Figur Verpackung.