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Schutz von Geschäftsgeheimnissen in Prozessketten mithilfe einer Analogie zu neuronalen Netzen

Bianca Steffes vom Lehrstuhl für Rechtsinformatik an der Universität des Saarlandes und Tim Schneider, Mitarbeiter des Saarbrücker Zentrums für Recht und Digitalisierung (ZRD Saar) haben am 21.02. auf dem 28. Internationalen Rechtsinformatik Symposion IRIS in Wien unter dem Leitthema KI & Recht & Ethik gemeinsam einen Vortrag zum Thema "Schutz von Geschäftsgeheimnissen in Prozessketten mithilfe einer Analogie zu neuronalen Netzen" gehalten.

Die Geheimhaltung unternehmerischen Know-hows ist in der modernen Wirtschaftswelt von herausragender Bedeutung. Der deutsche Gesetzgeber hat diese Entwicklung erkannt und durch die Einführung des Gesetzes zum Schutz von Geschäftsgeheimnissen den rechtlichen Know-how-Schutz umfassend reformiert.

Dennoch entstehen durch die Weiterentwicklung von Produktionssystemen im Rahmen der digitalen Transformation der Industrie ständig neue Herausforderungen, mit denen sich Technik und Recht weiter befassen müssen, um einen angemessenen Schutz von Geschäftsgeheimnissen auch künftig gewährleisten zu können.

Besondere Relevanz kommt dabei dem Know-how-Schutz in organisationsübergreifenden Verarbeitungsprozessen zu. Während Geschäftsprozesse früher zumeist nur im eigenen Unternehmen durch die unternehmenseigenen Maschinen und Mitarbeiter durchgeführt wurden, werden heutzutage die einzelnen notwendigen Teilprozesse aus Gründen der Effizienz vielfach an andere Unternehmen ausgelagert. Durch diese Vernetzung besteht jedoch die Gefahr, dass Angriffspunkte entstehen, an denen das Know-how der einzelnen Beteiligten abfließen kann. Insbesondere bei der Verbesserung der gesamten Verarbeitungskette im Rahmen der Prozessoptimierung erscheint eine Offenlegung der Geschäftsgeheimnisse oft als unumgänglich.

Um dies zu verhindern, können von den Unternehmen unterschiedliche Geheimhaltungsmaßnahmen getroffen werden. Eine mögliche Lösung dafür stellt die Umsetzung der Prozesskette in Analogie zu einem neuronalen Netzwerk dar.

Weitere Informationen zum Projektpartner finden Sie hier

Bianca Steffes bei der IRIS-Konferenz 2025. © Prof. Dr.-Ing. Christoph Sorge