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Podcast Episode 3: Was unser Müll über uns verrät

In der dritten Episode von "leicht verpackt" sprechen wir darüber, was Betrüger mit unseren Daten im Müll machen können und werfen einen philosophischen Blick auf Privatheit.

Müll – ein vermeintlich wertloser Haufen aus Überbleibseln unseres Alltags. Doch wer genauer hinsieht, erkennt: Abfall hat erstaunlich viel über uns zu erzählen. Von Prominenten, deren Mülleimer nach Schlagzeilen durchforstet werden, bis hin zu Kriminellen, die in unserem Hausmüll nach Daten suchen – was wir entsorgen, ist für andere oft von großem Interesse. 

Über die philosophische Dimension von dem, was wir wegwerfen, haben wir mit Dr. Leonard Dung gesprochen. Zum einen sind umweltethische Fragen wichtig, zum anderen Fragen nach den Informationen, die sich aus dem Abfall ableiten lassen. Privatsphäre bedeutet dabei mehr, als nur sensible Daten geheim zu halten: 

„Eine sehr verbreitete Auffassung ist, dass Privatheit damit zu tun hat, Kontrolle darüber zu haben, inwieweit andere Zugriff zu jemandem haben und Kontrolle darüber zu haben, wie viele und welche Informationen über einen selbst andere haben.“ 

Kontrolle über den Inhalt der Mülltonne hat man nach dem Entsorgen nicht mehr. Deshalb sollte man die eigenen Daten nicht einfach ungefiltert wegwerfen. Der Jurist Tim Schneider kennt sich mit Betrug rund um Müll aus:

„Zusammengefasst kann man alle Betrugsmaschen unter den Begriff des Dumpster-Divings fassen, denn hierunter versteht man quasi alle Fälle, in denen gezielt Mülltonnen von Privatpersonen oder Firmen nach relevanten Personen oder firmenbezogenen Daten durchsucht werden, damit diese anschließend als Basis für weiterführende Angriffe gegen die Opfer genutzt werden können.” 

Dass hochsensible Daten unachtsam in den Müll geworfen werden, kommt zum Glück selten vor. Wer allerdings plötzlich mit einer Flut an Spam-Mails oder unerwünschter Werbung konfrontiert wird, hat möglicherweise unbedacht Informationen preisgegeben.

Mehr zum Wert von Privatheit und unseren weggeworfenen Daten erfahrt ihr in der 3. Episode von “leicht verpackt”.  

Jetzt reinhören:

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In Episode 3 hört ihr:

-   Im Interview:

o   Dr. Leonard Dung, Ruhr-Universität Bochum (zur Zeit der Aufnahme beschäftigt an der Universität Erlangen-Nürnberg)

o   Tim Schneider, Zentrum für Recht und Digitalisierung Saarbrücken

-   Moderation: Tami Kelling, Gesellschaft für Informatik e.V.

-   Sprecher Yogi: Daniel Schlichter

 

Redaktion:

-   Konzept und Inhalt: Maike Klein

-   Interviews: Maike Klein, Esther Blondel

-   Yogi-Story: Maike Klein

Neugierig, wie es weitergeht? In der nächsten Folge beschäftigen wir uns mit dem Alltag bei der Müllabfuhr in Zeiten neuer Technologien. Was passiert mit unserem Müll, nachdem er abgeholt wurde?

Yogi macht es sich in der Mülltonne gemütlich.